97633 Irmelshausen

Irmelshausen, Gemeinde Höchheim, Landkreis Rhön-Grabfeld, Unterfranken

Kirmes Irmelshausen

Veranstalter: Burschenverein Irmelshausen  mit dem TSV Irmelshausen 1911 e.V.

Zeitpunkt: zweites NovemberwochenendeKirmesBeschreibung

Neben gutem Essen  passiert  noch einiges im Dorf. Burschen  und Mädchen treffen  sich  an den Tagen vor der “ Kermes“ mehrmals . Am Donnerstag  vor  der Kermes  binden  die  Mädchen  einen großen  , schweren Kranz   und  die  Burschen   probieren  derweil schon mal  wie  das Bier im Wirtshaus  schmeckt .  Ab dieser Gelegenheit erschallt  immer  wieder  der Ruf “ 14. – 15. Kermes ….. Wann ist die Kermes ?? ….  Unner …  Wer säuft´s Bier ?  … Mir ….. Anschließend  juchzen  alle  in  den   höchsten Tönen , was  bei  den  meisten  im Verlauf  der nächsten Tage   jedoch  immer  heiser klingt . Im  Jahr 1998 wurde  eine  Neuerung  eingeführt. Die Städchen , die  bislang  am Kirchweihmontag  stattfanden , wurden  bereits am  Sonnabend  gespielt. Die  Musikanten  gehen  eine  bestimmte  Route  durch  das  Dorf  und  spielen  vor  jedem bewohnten Haus  ein Ständchen , wofür sie  etwas  Geld  und  oft  auch  eine  kleine  Bewirtung  in essbarer  oder trinkbarer Form  erhalten .

Am Kirchweihsonnabend  holen  die Burschen  mit Traktor  und Wagen  fünf mittlere Fichten die  Ihren Standort  im Dorf  bekommen  : zwei  stehen  vor  der Kirche  und  je  eine  vor  den Wirtshäusern  und  der Halle .Am Abend  natürlich : Tanz.

Richtig  los  geht es  am Kirchweisonntag mit  dem Gottesdienst. Um 13 Uhr  treffen  sich  die  Burschen und Mädchen  im Wirtshaus , wo  ausgelost wird  mit  welchem Mädchen  er während der Kirchweih “ geht“ Die  Kirchweihgesellschaft  begibt  sich  dann  mit  Musik  in  die Milzgrundhalle .Im Irmelshäuser Dialekt heißt das  so: “ Die  Kärmesmusigonde  spiele die Bursche  un Mädlich  naufs  Donse „

!8 Uhr  füher  die  Burschen  Ihre  Mädchen  zum Abendessen  in  die  Wirtschaft. Im Anschluß  beginnt  der Tanzabend.

Am Montag  werden  die  Burschen  von  den Kirchweihmädchen mit  Speis  und Trank  bewirtet. Gegen 15 Uhr treffen  sich  die  Beteiligten   im Wirtshaus . Um Ihr  Erwachsensein  zu  zeigen rauchen  alle   eine  große Zigarre bzw.  lassen  sie vorsich  hin qualmen .

Außerden  halten Sie  folgendes bereit : Es  wurde  ein  lebender Hahn besorgt , ein großer Blumentopf  aus  Ton , ein Tuch und  drei  derbe , lange  Stangen .Diese  Dinge  werden von jüngeren Buben  zur Milzgrundhalle  getragen , wohin  sich  nun  auch alle  mit  Marschmusik  bewegen. Vorraus  läuft  der jüngste  Bursch  mit  Zigarre  und   einem schweren Kranz , den  er   vor  sich  herschleudern muß.

An  der Halle  angekommen  stellen  sich Zuschauer  und  Kermesgesellschaft  im Kreis  auf . Der Hahn  wird  unter den Topf gesteckt der  in  der Mitte  aufgestellt  wird . Jeweils  ein Mädchen  bekommt  die  Augen verbunden , sie  wird  vom kräftigsten Jungen  von hinten  gefasst  und  herumgeschleutert  so das  ihr möglichst etwas schwindelig wird , denn  sie  soll  mit den Stangen den Topf treffen . “ Gögerschlagen“ heißt das  Spiel . Meist  wurde  vorher  ausgemacht  welches Mädchen den Göger schlagen  soll: diejenige  die kurz darauf  heiratet , sie ist  nähmlich  das letzte mal  dabei und  soll deshalb  auch etwas  spendieren. Ist  der Topf getroffen wird  der Hahn hervorgeholt und  von einem der Burschen , meist  einer vom „Fach“ dabei  getötet.

Nach  einenm Ehrentanz  für  die  Gewinnerin  dieses Spiels  wird  der Platz  umgebaut  und  ein Bursche  verliest die  Kirmespredigt.

Diese  wir  in Mundart  vorgetragen . Hat  der Bursch nun glücklich  geendet spielt  die  Musik  zum Tanz im Saal  auf. Hierbei  wird  der getötete  Göger versteigert .

Früher wurde  die Kirchweih bis  in die  Woche  hinein gefeiert, so geschah Gögerschlagen  und Kermespredigt  am Dienstag .  Heute  beschränkt  sich  die Kirchweih  nur  noch  auf das  Wochenende.

( Festschrift 1200 Jahre  Irmelshausen)

https://www.fraenkische-kirchweih.de/wp-content/uploads/2018/10/020-KirmesLinden-1999.jpg

Programm 2018

Antrinken  am Freitag, 04.11.2018 ab 19.00 Uhr  wie gewohnt Knöchlich.                                                                                                             Samstag, den 05.11.2018Tanzabend  ab ca. 21.00 Uhr                   Sonntag ist traditioneller Umzug mit anschließendem Festbetrieb in der  Halle .                                                                                Montag nach dem Umzug ist wieder Gögerschlagen und die Kirmespredigt in der Halle.

Für die musikalische Unterhaltung ist gesorgt .

 

 

 

98631 Queienfeld

Queienfeld, Gemeinde Grabfeld, Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Henneberg-Franken (Südwestthüringen)

Burschen-Kirmes in Queienfeld

Veranstalter: Kirmesverein Queienfeld e.V.

Zeitpunkt: erstes Novemberwochenende

Beschreibung

Ablauf

Bild könnte enthalten: 4 Personen

Sonnabend

ab 8 Uhr Ständchen  durch  das  Dorf

ab 18 Uhr  Krautessen  im Saal

29.30 Uhr  Einmarsch der Burschen , 30 Liter Freibier, Tanz mit Sunshine up und  Showeinlagen  der Kirmesburschen

Sonntag

ab 10 Uhr  Frühschoppen  im Saal

ab 14.30 Kindertanz  mit Dissco Mühle

Programm 2018

http://fotos.verwaltungsportal.de/veranstaltungen/2/0/0/1/2/6/7/2561750347.jpg

suhl

Heinrichs, Stadt Suhl, Henneberg-Franken (Südwestthüringen)

Heinrichser Kirmes

Veranstalter: Heinrichser Burschenschaft e.V. – Facebook:  https://www.facebook.com/heinrichserburschenschaft/

Zeitpunkt: drittes Septemberwochenende

Beschreibung

 

Ablauf

ie 26. Kirmes der Neuzeit wird vier Tage lang, vom 13. bis 16 September, in Suhl-Heinrichs gefeiert.

 
Die Burschenschaft Heinrichs führt den Kirmes-Umzug an.

Heinrichs Kirmestanz, Ständchen, Kinder-Theater und Klöße, all das und noch viel mehr gehört dazu, wenn in Heinrichs Kirmes gefeiert wird. Los geht es am morgigen Donnerstagabend mit einer Oldie-Party. Gespielt werden Schlager, Pop-Hits und Songs aus drei Jahrzehnten.

Programm 2018

 

98630 Gleichamberg

Gleichamberg, Stadt Römhild, Landkreis Hildburghausen, Henneberg-Franken (Südwestthüringen)

Kirmes Gleichamberg

Veranstalter: Kirmesgesellschaft Gleichamberg  + Sportverein- Facebook:  https://www.facebook.com/Kirmesgesellschaft-Gleichamberg-923921367691546/

Zeitpunkt: zweites Novemberwochenende   (Do. 09.11.17 – So. 12.11.17)

Beschreibung

Gleichamberg  feiert  die  Kirmes  bereits   zum 470 ( (?) mal. Um das  wievielste  Traditionsfest es  sich  eigendlich  handelt , kann  garnicht mehr  belegt  werden. Einerseits  ruthe mähmlich der Brauch  zu  Kriegszeiten grundsätzlich. Auf  der anderen Seite  spricht  vieles  dafür  , das der Umzug  aus  einem heidnischen Fest anläßlich  der Beendigung  der Ernte   hervorgegangen  ist  , welches auch  schon vor  der Weihung  der Kirche  begangen wurde .Die Liquidierung des Pfarrers , der nicht zum Volk predigen will , am Ende des Umzugs könnte  dagegen wieder protestantisches  Gedankengut  aus  dem 16. Jahrhundert  sein .

Burschenkirmes

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen

Ablauf

Dem Brauch  entsprechend  besteht  die  Kirchweihgesellschaft   nur  aus jungen  unverheirateten Männern. Daher  der Name Burschenkirmes .Fotos  aus  dem Jahr  1918  belegen   das  in Trachten  gekleitete Mädchen   den Wagen  auf  der Dorfstraße  zogen. Es  soll  damals  zu  unsittlichen  Handgreiflichkeiten  der hans- Würste  den Mädchen  gegenüber  gekommen  sein  , worauf  die  Mädchen fortan  die  Teilnahme  an  der Kirmes  kündigten. Erst  seit  diesem Vorfall  ist  die  Gleichambetger Kirmes  eine  reine  Burschenkirmes .

Bereits  am Donnerstag  tritt die  Symbolfigur der fränkischen Kirchweih , der Hans-Wurst in Erscheinung . Allerdings toben  sich  da  die  14- bis  16 -jährigen , die  „Azubis“  gewissermaßen , aus, während  in d en Gaststätten  angetrunken  wird .  Auf  den Kirchweihgottesdienst  am Freitag  folgen Früh – und  Dämmerschoppen der Kirmesburschen. Als  es  noch  einen  gewählten Schulzen  gab hatte  dieser  die  Rolle  des  Gastgebers  zu  übernehmen. Unter Vereinsregie  wurden  diese  Veranstalltungen  alerdings  öffendlich . Bei  dr abendlichen Tanzveranstaltung haben dann  um 24 Uhr  die Hans- Wurste  ihren ersten offiziellen  Auftritt .

Am zweiten Tag  wurden  schon  immer die  Ständchen a n die  Einwohner  des  Ortes  gebracht. Außerden  fanden Kindertanz  und  eine  Abendveranstaltung  statt . Der Höhepunkt des Sonntags  ist  der historische  Umzug durch  den Ort. Dieser s oll bereits  bei  der Weihe  der Kirche  im Jahr 1549 in ähnlicher Form  aufgeführt  worden  sein  und  sogar  auf ältere  Ursprünge  zurückgehen .

Bei  den handelden Personen soll der Hans – Wurst  wohl  einen lustigen Vertreter des mittelalterlichen  Mittelstandes darstellen .  Bückele  sind  die  damalige Dorfarmut , die körperlich  gebrechligen welche   nur  zu  Wegweiserdiensten  zu gebrauchen waren . Die  Wächter des Umzuges  , die  Hemmerleute und  der Kutscher , repräsentieren   aber  die  Wohlhabenden , die es  nicht nötig  haben  zu  arbeiten .

Einzig  zum  Umzugsabschluß, wenn die  Kirmespredigt  die  Geschehnisse  des Jahres  aufs Korn  genommen  werden  gibt es  keine  Unterschiede  zu  anderen Gemeinden.

Abschluß  bildet  der Abendliche  Tanz  mit  Kirmesbeerdigung.

https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/12244696_923921861024830_6749258618087065713_o.jpg?_nc_cat=105&_nc_ht=scontent-frx5-1.xx&oh=b684880e278d00edf355b974fd4cd55f&oe=5C50D87D

.

Der Umzug:

Die  Figuren:

Der Hans-Wurst soll  früher Bestandteil jeder fränkischen Kirmes gewesen seinund ist  noch heute das Symbol unserer Kirchweih. Diesen rauhen

Gesellen fand man im Mittelalter auf allen  Jahrmärkten( Kirchmessen) und  er ist ein Verwander  der vornehmen städtischen Kasper, was besonders  an  der Tüte  und  der Peitsche  zu erkennen ist .

Bei  unserem Umzug spielt  er die  Rolle  des Leibeigenen, der den Wagen  zu ziehen hat, der dabei  aber  auch  am laufenden Band  seine Späße  treibt .

Die Hemmerleuter ( Hemdenleute ) und  der Kutscher  bilden die  frühere ländliche Oberschicht. Sie  sind etwas vornehmer gekleitet als die Hans-Würst und „arbeiten“ nicht selbst mit ,sondern überwachen die Ortnung des Umzugs.

Die  Bückele ( verunstaltete Krüppel) sind  die  frühere Dorfarmut. Wegen Ihrer körperlichen Gebrechen waren sie zu Wegweiserzwecken einzusetzen. Diese Rolle spielen  sie  auch  heute noch. Wenn eine Straße  vom Flurknecht mit Hacke und Strohwisch gesperrt ist, darf die  Kutsche  nicht hinein gezogen werden.

Der Pfarrer dürfte  ein protestantischer Gottesdiener sein. Während davon auszugehen ist das die anderen Figuren auf einen heidnischen Brauch  zurück gehen , scheint es , als  sei  der Pfarrer in seiner jetzigen Form erst  zur Reformationszeit dazugekommen. Er könnte  wirklich  etwas  mit  der Weihe   der Gleichamberger  Kirche  im Jahr 1549 zu  tun haben .

Der Ablauf:

Die  Kirmes  findet am Ende des Erntejahres  statt. Zu diesem Zeitpunkt versammelt  sich die  Dorfbevölkerung an  einem zentralen Ort , um das  verflossene Jahr auszuwerten. Dem Hans- Würsten kommt  die Aufgabe  zu , den Prediger an diesen Platz zu bringen. Da  der Kutscher auf einem Bierfaß sitzt, welches er bezahlen muß, wenn er  den  Wagen verläßt, denken diese übermütigen Spaßvögel überhauptnicht daran  die  kürzeste Wegstrecke   einzuschlagen . Es  kommt  zu ständigen Rangeleien , sowohl  mit  den Bückele, um  die  Staße  zu verlängern , als  auch  mit  den Aufpassern um  sich  das  Bier  zu verdienen . Ist  die  ganze  Gesellschaft  entlich  doch  am Ziel  angekommen , stellt  sich  heraus , das  ihr  Pfarrer nicht  zu seinem Volk predigen  will . So wird  er  in Stücke  gerissenen und  kurzerhand  durch  eien neuen  ersetzt .

 Do. 09.11.

Kirmesantrinken in den Gaststätten
Fr.  10.11.
Kirchweihgottesdienst
Kirmestanz mit TABARO
Einmarsch der Hans-Würst
Sa.  11.11.
Ständelich durch den Ort
Frühschoppen mit den Gleichberg-Musikanten
Kinderkirmes mit Disco Mühle
Kirmestanz mit TABARO
So.  12.11.
Frühschoppen
Umzug und Verlesen der Kirmespredigt
Kirmestanz mit TABARO
Kirmesbeerdigung