96479 Neundorf

Neundorf, Gemeinde Weitramsorf, Landkreis Coburg, Oberfranken

Neundorfer Zeltkirchweih

Veranstalter: Ortsvereine Neundorf – Facebook: https://www.facebook.com/NeundorferKirchweih/

Zeitpunkt: erstes Septemberwochenende

Beschreibung

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Ablauf

Zur 49. Neundorfer Zeltkirchweih vom Freitag, 31. August, bis Montag, 3. September, freuen sich die Neundorfer wieder auf viele Besucher und stellen sich schon jetzt auf den alljährlichen Ausnahmezustand ein.

Eröffnet wird die Kirchweih am Freitag gegen 19 Uhr mit dem Bieranstich, anschließend laden die Musiker der Blaskapelle Neundorf unter der Leitung von Sascha Dalke zum Böhmischen Abend ein.

Der Samstag steht ganz im Zeichen der Partyband Radspitz. Vorher, also so gegen 9 Uhr in der Früh bis in die Abendstunden, verwandelt die Blaskapelle mit den „Kirwäss-Ständerla“ den Ort in ein klingendes Dorf. Daneben findet ab 10 Uhr im Festzelt ein Flohmarkt für Baby- und Kindersachen statt. Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit dem Festgottesdienst, ab 14 Uhr steht dann der traditionelle Hahnenschlag auf dem Programm. Zu gewinnen gibt es zwei Hähne – von Andreas Böhm mit der Motorsäge aus Baumstämmen geschnitzt. Im Anschluss wird es dann mit den acht Musikern der Kapelle „Meeblech“ wieder Böhmisch. Für den Abend ist dann noch die ebenfalls traditionelle Kirchweihpredigt geplant.

Am Montag laden die Damen und Herren des VdK-Kreisverbandes Coburg und des VdK-Ortsverbandes Gemünda zum Seniorennachmittag ein. Umrahmt wird der Nachmittag wieder mit Böhmischer Blasmusik durch die Blaskapelle Neundorf.

Programm 2018

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97633 Großeibstadt

Großeibstadt, Gemeinde Großeibstadt, Landkreis Rhön-Grabfeld, Unterfranken

Kirchweih in Großeibstadt

Veranstalter: Ortsvereine Großeibstadt

Zeitpunkt: viertes Novemberwochenende

Beschreibung

Die Kirchweih in Großeibstadt hat eine lange Tradition. Sie ist immer sehr spät, nämlich am Wochenende des Totensonntags, also eine Woche vor dem ersten Advent. Später geht es nicht und das war in Großeibstadt mit diesem Termin noch nie anders.

Tradition ist, dass die Jugend des Dorfes (Alter zwischen 16 – 20 Jahren, manchmal auch etwas älter) während des Jahres Anekdoten im Ort sammelt und sich dann einige Wochen vor dem Kirchweihwochenende regelmäßig trifft, um die Kirchweihpredigt zu dichten. Diese wird dann am Kirchweihsamstag um 15 oder 16:00 Uhr auf dem Dorfplatz vorgetragen. Abends ist Kirchweihtanz.

Zur Kirmespredigt spielt die örtliche Musikkapelle die Kirmesgesellschaft (die Mädchen sitzen auf einem alten, geschmückten Leiterwagen, die Kirmesburschen laufen nebenher) in das Dorf. Die Mädchen tragen Kleider im Landhausstil, die jungen Männer alte Anzüge und tragen auch Hüte mit Farbbändern.

Früher war es Tradition, dass am Montag in den Wirtschaften Schafkopf gekartet wurde. Jeder Platz und jeder Tisch war belegt und von ca. 13 – 18:00 Uhr wurde gekartet, was das Zeug hielt. Das ist leider etwas zurückgegangen, nur wenige nehmen heute am Montag Urlaub, früher fast alle.

Interessanterweise wurde ein Brauch raus dem thüringischen Wolfmannshausen ( Henneberg- Franken )  übernommen, zu dem Großeibstadt eine enge Bindung hat, da in den frühen 60er Jahren junge Burschen von Wolfmannshausen in den Westen flüchteten, in Großeibstadt aufgenommen und zum Teil heimisch wurden. In der Zeit vor der Wende hat man die Kirmes in Wolfmannshausen besucht und den dort herrschenden Brauch, einen Kirmes-Schulz zu haben, übernommen. Seit einigen Jahren gibt es also auch in Großeibstadt einen Kirmes-Schulz und die jungen Leute denken, dass das schon immer so war. Tatsächlich gibt es den Kirmes-Schulz aber erst seit ca. 25 Jahren.

Mit Nachwuchssorgen hatte die Kirmesgesellschaft nie zu kämpfen. Es finden sich immer genügend Mädchen und junge Männer, die den Kirmesbrauch aufrechterhalten. Was heute auch neu ist, ist das Antrinken der Kirmes am Donnerstagabend vor dem Kirmes-Wochenende. Auch das wurde von Wolfmannshausen übernommen.

( Alfred Breunig )

Programm 2018

 

24.11.2018   Kirmespredigt  ab 15.55 Uhr  anschl.   Kirmestanz

 

 

97471 Nassach

Nassach, Gemeinde Aidhausen, Landkreis Haßberge, Unterfranken

Kirchweih Nassach

Veranstalter: Landjugend Nassach – Facebook: https://www.facebook.com/Landjugend-Nassach-206424856034503/

Zeitpunkt: zweites Oktoberwochenende

Beschreibung

Ablauf

Ein paar Eindrücke vom 40-jährigen Jubiläum der Volkstanzgruppe Nassach.

Gepostet von Landjugend Nassach am Sonntag, 10. April 2016

Programm 2018https://scontent.ferf1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/22448431_1716425981701042_8536040352472840677_n.jpg?_nc_cat=106&_nc_ht=scontent.ferf1-1.fna&oh=a503a30b74c71c96aead42b1c4a08090&oe=5C6FD24C

97461 Rügheim

Rügheim, Stadt Hofheim in Unterfranken, Landkreis Haßberge, Unterfranken

Rügheimer Kirchweih

Veranstalter: Ortsvereine Rügheim

Zeitpunkt: erstes Oktoberwochenende

Beschreibung

Los geht es am Freitag, mit dem Aufstellen des Kirchweihbaums um 17.30 Uhr. Ab 18 Uhr folgt das traditionelle Knöchlesessen mit Kraut. Wer die Schweinshaxen nicht mag, bekommt auch Bratwurst mit Kraut, Laugenstangen, Pizza und Flammkuchen. Um 18.30 Uhr erfolgt der offizielle Bieranstich. Für musikalische Stimmung sorgen die Urlesbacher Musikanten. Ab 22 Uhr beginnt der Barbetrieb und ab 23 Uhr heizt „DJ beatshakaz“ mit flotten Rhythmen ein.

Am Samstag, , startet der Festzeltbetrieb mit Kirchweihschmankerln um 18 Uhr. Von Samstag bis Montag warten auf die hungrigen Gäste Sauerbraten und Rouladen vom Auenlandrind, Rehragout mit Kloß und Blaukraut, Schnitzelvariationen mit Pommes, Currywurst mit Pommes, ein vegetarisches Gericht, Pizza, Flammkuchen, sowie Laugenstangen und Matjesbrötchen.

Ab 20 Uhr beginnt am Samstag der Barbetrieb mit Livemusik der Gruppe „heimspiel“. Am Sonntag, , wird ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen im Festzelt angeboten. Ab 16 Uhr spielt die Blasmusikkapelle Mechenried.

Der Kirchweihausklang am Montag, , beginnt ab 17 Uhr im Festzelt. Ab 19 Uhr spielt das „Scharfe Blech“ und die Bar ist geöffnet. (msch)

Ablaufhttps://scontent.ferf1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/43952635_10217880856396773_7608393354929242112_n.jpg?_nc_cat=105&_nc_ht=scontent.ferf1-1.fna&oh=bae42ea1c68f6e8bbb815c321380b44a&oe=5CAAB666

 

Programm 2018https://scontent.ferf1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/43473464_1140927526032145_1392501888548601856_o.jpg?_nc_cat=101&_nc_ht=scontent.ferf1-1.fna&oh=564763fa346347f9722eb4cb64960030&oe=5C7A46EF

96106 Unterpreppach

Unterpreppach, Stadt Ebern, Landkreis Haßberge, Unterfranken

Fränkische Kirchweih in Unterpreppach

Veranstalter: Ortsvereine Unterpreppach

Zeitpunkt: erstes Septemberwochenende

https://www.mein-ebern.de/media/k2/items/cache/c0463a74730bd2dbab86cbb4dec094a0_L.jpgBeschreibung

Ablauf

Auftakt ist am Freitag mit dem Einholen und Aufstellen des Kirchweihbaumes. Mit Marschmusik wird dieser von der Gärtnerei Schmitt aus zum Festplatz begleitet, wo er mit vereinten Kräften aufgestellt wird. Lederhose und Dirndl ist an diesem Abend gerne gesehen. Ab 19.30 Uhr spielt „Udo“s Music“ zum Kirchweihtanz auf. Am Samstag wird es beim Entenrennen spannend. Um 17 Uhr werden wieder zahlreiche gelbe Gummienten in die Preppach gelassen, wo sie sich ihren Weg bis zum Musikheim bahnen müssen. Die schnellsten Enten gewinnen attraktive Preise. Lose können im Vorverkauf oder noch bis kurz vor Rennbeginn zum Preis von 2,50 Euro erworben werden.

Bereits am Vormittag wird die Jugendblaskapelle Unterpreppach wieder von Haus zu Haus ziehen und mit traditionellen Kirchweihständchen für Musik im Ort sorgen. Zünftig wird es ab 19.30 Uhr mit den „Original Preppachtalern“. Die fünf „Preppacher Urgesteine“ machen Musik der etwas anderen Art. So kommen Teufelsgeige und Waschbrett zum Einsatz, was zusammen mit Akkordeon und Gesang zu einem kurzweiligen Ohrenschmaus wird. Am Sonntag findet um 10 Uhr der Kirchweihgottesdienst in der Pfarrkirche statt. Vorher wird die Kirchengemeinde mit einer Kirchenparade vom Festplatz aus, begleitet von der Jugendblaskapelle, zur Kirche marschieren. Nach der Messe führt die Parade wieder zurück zum Festzelt, wo es für die Teilnehmer Freigetränke beim Frühschoppen gibt.

Ein weiterer Gottesdienst findet am Montag um 13.30 Uhr im Festzelt statt. Beim Seniorengottesdienst besteht die Möglichkeit der Krankensalbung. Ab 15 Uhr ist Kirchweihgaudi. Kinder haben die Möglichkeit sich bei allerlei Spiel und Spaß an verschiedenen Stationen auszutoben. Als Höhepunkt gibt es beim Hahnenschlag einen echten Hahn zu gewinnen.

An allen Tagen ist für das leibliche Wohl gut gesorgt: Neben Steaks und Bratwürsten, Gerupftenbroten, runden Kuchen und Pizza, gibt es am Freitag gegrillten Fisch und Haxen und als Spezialität am Samstag Kesselfleisch oder Hähnchen. Als Kirchweihausklang lädt außerdem die Jugendblaskapelle Unterpreppach am Montagabend zum Kirchweihessen ins Festzelt ein. Der Eintritt ist an allen Veranstaltungen frei.

 

Programm 2018

Freitag, 31. August 2018

18:00 Uhr Kirchweiheröffnung mit Einzug der Trachten zum Festplatz
18:30 Uhr Aufstellen des Kirchweihbaumes
ab 19:00 Uhr Preppacher Spezialitäten
19.30 Uhr Kirchweihtanz mit Udo`s Musik

Samstag, 01. September 2018
17.00 Uhr Entenrennen
Lose im Vorverkauf und bis kurz vor Rennbeginn erhältlich
Es winken wieder wertvolle Preise.
ab 18.30 Uhr Preppacher Spezialitäten
19.30 Uhr Kirchweihtanz mit den Original Preppachtaler

Sonntag, 02. September 2018
09.45 Uhr Traditionelle Kirchenparade
10:00 Uhr Kirchweih Gottesdienst anschl. Kirchenparade zum Festzelt und Freigetränken für Teilnehmer der Kirchenparade
ab 13:00 Uhr Kirchweihspiel II.Mannschaft
15:00 Uhr Kirchweihspiel I. Mannschaft
Kaffee und Kuchen im Sportheim

Montag, 03. September 2018
13:30 Uhr Senioren-Gottesdienst mit der Möglichkeit zur Krankensalbung im Festzel
15:00 Uhr Kirchweihgaudi mit Hahnenschlag
ab 18:00 Uhr Kirchweihessen der Jugendblaskapelle Unterpreppach im Festzelt

 

96337 Ebersdorf

Ebersdorf, Stadt Ludwigsstadt, Landkreis Kronach, Oberfranken

Der Landkreis Kronach ist nördlich des Rennsteigs thüringisch geprägt. Denn dieser Bereich gehörte einst zur thüringischen Grafschaft Orlamünde und kam erst ab dem 15. Jhd. zunehmend territorial unter fränkischen Einfluss. Vielleicht wird dennoch deshalb in Ebersdorf die Kirchweih sehr fränkisch gefeiert?

Trachtenkirchweih mit Plantanz in Ebersdorf

Veranstalter: Ortsvereine Ebersdorf

Zeitpunkt: zweites Augustwochenende

Beschreibung

Bei der Trachtenkirchweih in Ebersdorf wird Brauchtumspflege betrieben. Kermespöbel, Lösbubn und Einhaltspaare, das alles gehört zur Trachtenkirchweih genauso wie die Tänze in der „Habbersiede“ unter Linden auf dem historischen Tanzanger. Für das leibliche Wohl und die musikalische Umrahmung ist immer bestens gesorgt.

Ablauf

Programm  2018

Samstag
20 Uhr Tanz auf dem historischen Anger

Sonntag
9 Uhr Festgottesdienst
anschließend: Frühschoppen.
Nachmittag: Trachtenumzug mit anschließendem Tanz

Montag
Männeraufzug. Die Kirchweihpaare suchen sich Tanzpaare aus der heimischen Bevölkerung, mit denen sie durch das Dorf ziehen und anschließend tanzen.

Dienstag
Die Kirchweih endet mit den „Kermespöbel“, der mit Reisigbesen auf dem Anger die Haferstreu zusammenkehrt.

 

97525 Schwebheim

Schwebheim, Gemeinde Schwebheim, Landkreis Schweinfurt, Unterfranken

Plankirchweih Schwebheim

Veranstalter: Ortsvereine Schwebheim

Zeitpunkt: drittes Septemberwochenende bis zum nächsten Sonntag ( Nachkirmes)

Beschreibung

Ablauf

Programm 2018

Freitag 10.Okt. ab 23 Uhr:
ab 23 Uhr: Kerwafeierei mit den Jungs vom BASEMENCLUB
– Barbetrieb
– Eintritt frei!

Samstag 11. Okt. ab 20 Uhr:
ab 20 Uhr: live die „Gaudifranken“ – Stimmung bis das Zelt abhebt
– Barbetrieb
– Eintritt 4 Euro

Sonntag 12. Okt. 13:30:
– Traditioneller Kerwaumzug mit anschließender Verlosung

Montag 13. Okt.:
ab 11:30 Uhr: Mittagessen in der Festhallen
ab 20 Uhr: 1. Schwebheimer Kerwa Bier-Pong-Meisterschaft
(siehe unten mehr..)

97469 Gochsheim

Gochsheim, Gemeinde Gochsheim, Landkreis Schweinfurt, Unterfranken

Plankirchweih Gochsheim

Gochsheimer Kirchweih und Friedensfest

Veranstalter: Ortsvereine Gochsheim

Zeitpunkt: erstes Septemberwochenende bis zum nächsten Sonntag

Beschreibung

https://www.gochsheim.de/cms/upload/teaser/1_2_0_kirchweih_klein.jpg

Das Traditionsfest seit 1649

Wiedergewonnene Reichsfreiheit – Anhand von verschiedenen Aufzeichnungen soll der Überlieferung nach von den Gemeinden Gochsheim und Sennfeld im selben Jahr (1649 am 12. Sonntag nach Trinitatis, auch 1. Sonntag im September), aus Freude und Dankbarkeit über das Kriegsende und die wiedererlangte Reichsfreiheit ein feierliches Friedensfest begangen worden sein.

„Und wurde hierauf von unseren Vorderen das erstemahl ein solennes Friedensfest mit singen, musicieren und predigen gehalten, und dem allerhöchsten Gott für seine erzeigte Hülffe von jung und alt (unter großem Zulauf der Schweinfurter welche dem Gottesdienst auch beywohnten) Herzinnigst gedankt.“ Der Beschluss dazu wurde jeweils durch den Gemeinderat gefasst. Im selben Jahr wurde in Gochsheim auch die Kirchweih, die seit 1511 am 1. Sonntag im Mai begangen worden war, auf den Montag und Dienstag des Friedensfestes verlegt. „Ist von einem ehrsamen Gericht mit Zuziehung des damaligen Pfarrers unsere sogenannte St. Michaelis Kirchweihe, das erste Mahl auf den nächsten Montag und Dienstag festo Pacis verlegt, und den jungen Gesellen erlaubt worden einen Plan Tanz auszurichten. Davon schreibt sich der heute noch übliche Plantanz der jungen Burschen und Mädchen in geschmücktem Festgewande her.“ Freundeskreise – aber auch honore Bauernburschen und Mädchen richteten die Kärm aus. Fünf unbescholtene Paare -möglichst evangelisch- sollten es sein.
Zu den Vorbereitungen für die Kirchweih, die acht Tage vorher begannen, gehörten unter anderem der Weinkauf, sowie Gläser und Karaffen spülen. Die Ortsbewohner richteten ihre Häuser her: (Tore und Fenster streichen – in die gute Stube neuen Sand), Gasthäuser rüsteten zur bewirtung -Gänse-, Enten-, Rinder- und Schweinebraten, Kraut und Knöchli. Am „Kärwekuchenbackefreidi“ werden Apfel-, Zwetschgen-, Streuselkuchen und Kaasplootz in rauhen Mengen für Besucher und Marktleute gebacken. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts unternehmen die Planpaare Werbefahrten zu den umliegenden Ortschaften.

Samstag:
Einholen der Fichten und des Planbaumes (der auch heute noch nachmittags aufgestellt wird), „Ständerli“ beim 1. und 2. Bürgermeister und beim Pfarrer.

Sonntag:
Zum Gottesdienst um 9.30 Uhr ziehen die Planburschen alleine. Nach dem Kirchgang nehmen sie einen Ehrentrunk vor dem Wirtshaus. Dieser wird mit drei Tusch beglietet. Zum Mittagessen gehen die Planpaare gemeinsam.
Mittels Ständerli beim 1. Bürgermeister und beim Pfarrer (nur die drei Ältesten durften ins Haus), einer großen Weinkaraffe und WEingläser erfolgt nach dem Essen die Einladung zur Kirchweih. Anschließend wird der Plankuchen geholt. Dieser hatte früher die Form des Doppeladlers. Im Laufe der Zeit ist die Form immer einfacher geworden.
Die Planburschen tanzten am Plan mit den kleinen Mädchen „Gennsdreckli“. Das soll die Unbescholtenheit symbolisieren. Auch hier gibt es einen Ehrentrunk und den dreifachen Tusch. Früher nannte man das „Gesundtrinken“. Natürlich trinken die kleinen Mädchen nur „Gänsewein“. Anschließend werden die Planmädchen abgeholt. Bei der Ältesten wird Kaffee und Kuchen serviert. Nun beginnt der Aufzug der Planpaare. Dieser beginnt mit der Ansprache des Planältesten. Bürgermeister, Pfarrer, Ortsbewohner und Tanzlustige lässt man Hochleben. Nun nimmt man wieder dreimal einen Ehrentrunk mit jeweiligem Tusch. Jetzt beginnt der Tanz. Mit Walzer, Rheinländer -mit eingesprungenem 3-Schritt-Dreher, Hüpfer (Schottisch) und einem Dreischrittdreher eröffnen die Planpaare den Kirchweihtanz.
Dann werden die Honorationen – Bürgermeister und Pfarrer durch die Ältesten eingeführt. Mit dem Ruf des Planältesten: „Der Plaa ist frei für Jedermann“, können dann alle Bürgerinnen und Bürger ihr Tanzbein schwingen. Übrigens erhob man bis 1974 noch ein Tanzgeld. Der Trachtenverein und ehemalige Planpaare brachten wieder Frankenwein zum Ausschank.

Kerwamandi (Kirchweihmontag):
Der Aufzug der Planpaare und Ablauf der Kirchweih spielt sich wie am Sonntag ab; allerdings ohne Ständerli.

Kerwädiensdi (Kirchweihdienstag):
Bei den Geschäftsleuten und im Dorf wurden Ständerli gespielt. Früher gingen die Planpaare unter sich von Haus zu Haus und nahmen überall Mahlzeiten ein.
Am Donnerstag ist noch das „Eierschmalzessen“ mit viel Lustigkeit und Blödsinn.

Nachkirchweih:
Die Nachkirchweh beginnt ebenfalls mit dem Kirchgang. Anschließend der übliche Plantanz (früher war kein Tanzvergnügen in den Sälen erlaubt). Beim Abziehen werden Taschentücher geschwenkt und gejammert: „Jetzt it dia schöö Kärm a wieder rümm.“ (Jetzt ist die schöne Kirchweih auch wieder vorbei)
Vor dem ABzug am Plan verabschiedeten die Musikanten die Gäste mit einem Ständerli -ein Solo eines guten Tromperters- S’is Feierabend. Seit Jahrzehnten warten die große Tanzschar und auch Schaulustige auf den ABzug. Mehrere Hundert Kirchweihbesucher ziehen vom Plan bis zum Lokal der Planpaare im Hüpferschritt und fordern noch eine Ehrentour mitten auf der Straße. Dass der „Gochsheimer Planmarsch“, ein Marschstück im Schottischtempo, den Abschluss bildet, versteht sich von selbst. Mit dem leicht erlernbaren Text: da ram dam, dar ram dam, da ra rara ram dam – usw…,  hat Gochsheim seine eigene Hymne – wie Schweinfurts Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser etwas neidvoll anmerkte.

Planmusik:
Weit über hundert Jahre spielten einheimische Musikanten den Plantanz und das „Reinspielen“ am Samstag und Kärwediensdi. Ab 1960 spielte der Musikverein Schweinfurt – Adolf Herda. Von 1970 bis 1975 die Michelaucher Heimatkapelle mit Musikmeister Sepp Böhm. 1976 spielte die Unterspiesheimer Blaskapelle mit Richard Dittmann. seit 1984 bis heute spielen die Mönchstockheimer Musikanten – Leitung Martin Beck.
Voraussetzung für die jeweilige Kapelle war immer, die Tänze musikalisch zu beherrschen. Die Plantour, wie erwähnt: Walzer, Rheinländer, Schottisch und Dreher. Nach Meinung gewisser Fachleute schlich sich beim Dreher eine Unart ein. Wurden früher drei Dreher getanzt und abkassiert -drei zu fuchzig- und als Dank der Musikanten ein Zipferle drauf, reihen sich heute oft 10-15 Dreher ein, die jedoch nicht ganz ausgespielt werden.
Zeremonien und Ablauf des Kirchweihgeschehens haben sich bis heute wenig verändert. Stolz sind wir auf die Kulisse unseres historischen Rathauses mit dem unverkennbaren Fachwerk aus dem Jahre 1561-62.

Karussell, Schießbuden und vieles mehr gehören natürlich auch zur Kirchweih. Die Gochsumer Kärm steckt tief im Bewußtsein der Gochsheimer.

Eine nur wenig bekannte Sitte soll sich 8 Tage nach Kirchweih vollzogen haben: Das Göiker ausschlaan (schlagen). Auf der Atzmannwiese – mit Seilen abgesperrt – wurden den Planburschen die Augen verbunden. Sie mußten mit einem Stecken einen Topf treffen, unter dem sich ein Hahn (Goiker) darunter befand. Die Burschen wurden mit falschen Zurufen aus ihrer Orientierung gebracht. Mit Blasmusik und Bier endete dann endgültig die „Gochsumer Kärm“ (Überlieferung Johann Prappacher).

Und noch eins: Die Schultheiß-Bürgermeister haben schon immer eine große Rolle gespielt. Bewahren alte Sitten und Bräuche.

Es ist halt die „Gochsumer Kärm“.

Ablauf

Programm 2018

Kirchweih in Gochsheim erstes Septemberwochenende
Friedensfest seit 1649
Samstag,
14:30 Uhr
Aufrichtung des Planbaumes mit
Weinausschank
16:00–19:00 Uhr
Musikalische Unterhaltung mit dem Musikverein Gochsheim-W
eyer
Sonntag,
09:30 Uhr
Festgottesdienst Kirche St.
Michael
14:30 Uhr
Aufzug der Planpaare
anschließend Festbetrieb mit Plantanz und Bocksbeutelbar
Montag,
14:15 Uhr
Aufzug der Planpaare
anschließend Festbetrieb mit Plantanz und Bocksbeutelbar
17:30 Uhr
Ehrung ehemaliger Planpaare
Ehrentänze
Mittwoch,
15:00–20:00 Uhr
Gemeinsames Grenzsteinfest mit der Gemeinde Sennfeld
Samstag,
14:00–22:00 Uhr
Familientag der Schausteller
18:00–22:00 Uhr
Musikalische Unterhaltung mit „CRAECKER“ und Bocksbeutelbar
Sonntag,
14:15 Uhr
Aufzug der Planpaare
anschließend Festbetrieb mit Plantanz und Bocksbeutelbar